
Am Wochenende hat der neue Durchgang des Weiterbildungs-Studienprogramm "Educational Media" mit einem Kickoff-Meeting am Duisburg Learning Lab gestartet, mittlerweile zum 12. Mal. Dieses Mal liegt ein besonderer Kraftakt hinter uns. Ein ganzes Jahr an Arbeit für das EduMedia-Team. Die niedrigen Teilnehmerzahlen machten zunächst Sorgen und stellten die Fortsetzung in Frage, da sich das Studienprogramm selbst tragen muss. Die Durchführung mit einem externen Partner war nach Landeshochschulgesetz von 2002 notwendig gewesen, verursachte aber hohe Overhead-Kosten, die die Durchführung insgesamt zu sehr belasteten. Da wir die Gebühren nicht einfach erhöhen wollten / konnten, lag die Chance darin, die Abwicklung des Studiengangs "in" die Uni zu verlagern. Das sagt sich so einfach, war im Detail aber kein triviales Unterfangen. Dann die Re-Akkredtierung. Für einen kleinen Studiengang, wie EduMedia, ein großer Aufwand. Das Paradoxe: Ein großer Teil der Energie war in umfangreiche Auswertungen und Dokumentationen (einschl. Befragungen, etwa von Alumni) zu stecken. Dieser Prozess, auch der Verständigung mit den Gutachter/innen, war für uns selbst durchaus hilfreich, doch geht dies - gerade in einem so kleinen Programm - notgedrungen ab von der Energie zu einer inhaltlich-methodischen Weiterentwicklung des Programms. Dazu haben wir viele Ideen. Bei der Dynamik der Bildungslandschaft, des E-Learning, von theoretischen Konzepten und Ergebnissen mediendidaktischer Forschung, ist es anspruchsvoll, das Studienprogramm in entsprechendem Tempo weiter zu entwickeln.
Nebenbei, es ist erstaunlich, wie zunehmend detailliert die Vorgaben in den Akkreditierungsverfahren werden. So darf es nach neuesten Vorgaben keine Abschlussprüfung mehr geben. Ich fand ein solches mündliches Kolloquium, das auch mehrere Fächer verbindet, eine sinnvolle Prüfungsleistung und eine Zäsur, mit der das Studium sichtbar abgeschlossen wird: Der europäische Standardisierungsprozess sieht eine solche Prüfungsleistung nicht mehr vor. Ähnliche Vorgaben gibt es jetzt für die vorgeschriebene Modulgröße, für den Umfang von Masterarbeiten, für die Dauer von Prüfungen etc. Dabei gelten wesentliche Vorgaben von vor fünf Jahren jetzt nicht mehr. Vor fünf Jahren MUSSTE der Studiengang z.B. englisch firmieren (was ich damals für falsch hielt), nun MUSS er deutsch heißen. (Ja, wir haben eine Ausnahmegenehmigung für die Fortführung der englischen Bezeichnung erhalten. Da fiel uns ein Stein vom Herzen, denn sonst wären auch noch fünf Jahre Marketing- und Werbeanstrengungen umsonst gewesen.)
Jedenfalls bin ich erleichtert und freue ich mich, dass wir nicht nur ausreichend, sondern erfreulich viele Teilnehmer/innen für das Studienprogramm gewinnen konnten. So viel EduMedia war nie, für das Zertifikat ebenso wie den Master. Das gibt uns Mut und Elan. (Doch gilt das sportliche Motto: nach der Akkreditierung ist vor der Akkreditierung?)
s.a. Gabi Reimanns Kommentar: Bananenverordnung



3 Kommentare:
Guten Tag Herr Kerres
Es freut mich, dass ich meinen Teil dazu beitragen kann diesen "Jahrgang" EduMedia zum personell stärksten zu machen.
Der Eindruck der Startveranstaltung ist durchwegs positiv ausgefallen und ich freue mich auf die online Phase / die nächste Präsenzveranstaltung.
Grüsse aus der Schweiz
Marc Widmer
Sehr geehrter Herr Kerres,
ich danke Ihnen und Ihrem Team für die herzliche Begrüßung und Betreuung während des Kickoff-Meetings am Duisburg Learning Lab und bin schon sehr auf das Studium gespannt.
Grüße
Verena Heckmann
Sehr geehrter Herr Professor Kerres,
auch aus Kiel ein herzliches Dankeschön für die Fortführung des Studienganges und die geleistete
Arbeit!
Grüße
Markus Alber
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