14. Mai 2009

feed or website?

Ein Blick in die Logfiles des Webservers des Lehrstuhls "mediendidaktik.de" zeigt, dass die Informationen bereits seit längerem häufiger per "Feed" bezogen werden, als dass die Website direkt aufgesucht wird. Hier die Hitliste der am meisten besuchten Seiten des Lehrstuhl-Webservers (Nebenbei: Zu erkennen ist ein Merkmal - und m.E. zugleich auch Problem - von Drupal, dass Seiten und Blogs unter vielen verschiedenen URL angeboten werden.)

TOP Seiten "mediendidaktik.de"

    /node/feed
    /blog/2/feed
    /blog/2/atom/feed
    /atom/feed
    /aggregator/rss/9
    /taxonomy/term/105/0/feed
    /blog/feed
    /blog/atom/feed
    /blog/2/feed/
    /blog/feed/2

    -- erst hier folgen Aufrufe von Web-Seiten: ---

    /blog/2
    /kontakt
    /onlinecampus
    /leitbild
    /system/files/web20-a.pdf [der zur Zeit am häufigsten aufgerufene Text zu Web 2.0]
    /kerres
    /forschung
    /lehre
    /learninglab
    /web20
    /publikationen

(Übrigens hat sich der monatliche Traffic der Lehrstuhls-Website von ca. 15-19 GB im April auf 9 GB reduziert, seit ich meinen Blog bei Google betreibe.)

Auch ich rufe Nachrichten meiner regelmäßig besuchten Internet-Seiten fast nur noch über einen Feed-Aggregator ab. Ich denke, es handelt sich um eine wesentliche Veränderung im Benutzungsverhalten mit Auswirkungen etwa auf die Konzeption und das Design von Webseiten. In jedem Fall werden Websites m.E. künftig noch "einfacher" werden, wenn es zunehmend nur darum geht, Usern den Bezug eines Feeds "schmackhaft" zu machen, und sie nicht mehr unbedingt auf der Website zu halten. Die Folgen für Werbung, und damit Google, sind mir allerdings noch nicht ganz klar.

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