Fernlernen weiterhin im Aufwärtstrend lautet die Pressemeldung zur neuen Fernunterrichtsstatisktik 2008. (Noch) Ganz überzeugt bin ich nicht.
155 Institute meldeten 223.000 (in 2007: 218.000) Teilnehmende an Fernkursen für 2008. Dazu zählen 44.000 Studierende der FernUni Hagen und weitere 26.000 Studierende von anderen "Fern-Hochschulen". Und alleine die acht größten Anbieter (mit mehr als 5.000) vereinen 184.000 Teilnehmende. (s. a. den aktuellen Bericht des BIBB zum Fernlernen).
Das Angebot konzentriert sich damit m.E. auf ganz wenige Anbieter und hier insbesondere auf dezidierte Anbieter von Ferunterricht. Die Chance, sich etwa als Präsenzeinrichtung mit "Dual Mode" zu positionieren, scheinen Anbieter nicht wirklich konsequent zu nutzen.
Hier erscheint mir auch wichtig, die Relation zu erkennen: Es gibt in Deutschland mindestens 17.000 in der BIBB-Statistik geführte Weiterbildungseinrichtungen, die ca. 119 Millionen erteilte "Dozentenstunden" durchführen.
Als Detailinformation interessant finde ich die Aufteilung der Kosten (auf der Datenbasis von 30 Instituten). Danach fallen nur 13% der Kosten für Medienentwicklung und -produktion an. Über 50% allerdings auf "sonstige Betriebskosten" der Einrichtung.
Online: http://www.die-bonn.de/doks/weiss0901.pdf



2 Kommentare:
Diese Statistik ist wirklich ein Problem: Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen. In Deutschland unterscheidet man Fernunterricht und Fernstudium. (International spielt das keine Rolle, bei uns schon). Das DIE trägt diesem Umstand in keiner Weise Rechung. Abgesehen davon ist es wohl kaum die Aufgabe eines Institutes der Erwachsenenbildung, Studiengänge an deutschen Hochschulen zu erfassen. Das wird von den statistischen Landesämtern gemacht.
Denkbare Alternativen wären:
Fernunterricht vs. Fernstudium
Privatanbieter vs. Staatsanbieter in den Segmenten
Die vom DIE präsentierte bunte Mixtur lebt von der Vorstellung der Volkshochschulstatistik.
Man hätte sich den Aufwand sparen und bei seinem Leisten bleiben sollen. Das entworfene Bild ist ein Zerrbild der Wirklichkeit!
An oben genannten Kommentierer: Es ist vermutlich einfach eine Excel-Liste in der die Anzahl der Einträge gezählt wird und fertig. Mehr als das zu tun würde ja bedeuten zu arbeiten ... ;-)
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