In jeder Bemerkung, und sei sie noch so beiläufig, variiert Schulz von Thun - implizit wie explizit - die Themen der von ihm maßgeblich begründeten Kommunikationspsychologie. Er eröffnet mit der genüsslichen, zugleich stets wertschätzenden Analyse eines Schreibens der Universitätsverwaltung, schafft Kontakt mit dem Publikum, geht innerlich mit, versichert sich, dass sein Publikum noch dabei ist. Und zugleich erläutert er die grundlegenden Konzepte seiner Analysen zwischenmenschlicher Kommunikation, die er in den letzten Jahren auf die "innerpsychische Kommunikation" ausgedehnt hat.
Mit Schmunzeln habe ich natürlich auch verfolgt, wie Schulz von Thun den Overhead-Projekor bezwingt. Ich fragte mich, wie kommt er bloß mit dieser Masse an Folien zurecht, mit den vielen Abklebern und Aufklappfolien. Wird er diese Folie, die er irgendwo auf einem der Tische niderlegte, jemals finden, wenn er sie braucht. Ja, und irgendwie wirkt dieses altmodische Bezwingen eines Overhead- Projektors doch sehr sympahtisch ..
Schade, dass so wenig Platz in der Universität für diese Art von Wissenschaft ist. Eine Wissenschaft, die theoretischen Tiefgang mit praktischer Nützlichkeit, Interesse an Menschen ebenso wie an Gesellschaft und Politik verbindet.
Meine Anregung: Schauen Sie sich den Vortrag (nur) an, wenn Sie wirklich 90 Minuten Zeit haben. Es lohnt sich.
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via @brittavoss via Ralf Appelt via E-Learning Büro, U Hamburg



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