12. November 2009

pars pro toto

Wenn ich die Formulierung Medienpädagogik UND Mediendidaktik höre, verkrampfe ich innerlich. Warum? Ich gehe davon aus, dass Medienpädagogik zwei Teil-Disziplinen hat: Mediendidaktik und Medienerziehung, so wie es bspw. Tulodziecki vor vielen Jahren definert hatte, und würde es wie folgt skizzieren:





Beide Teile ergeben ein sinnvolles Ganzes:  Sie verschmelzen in der Zielkategorie der "Medienbildung", wie es etwa in dem BMBF-Papier zur Medienbildung auf den Punkt gebracht worden ist (s.a. auch Kerres / de Witt zu dem Thema; s.a. hier).

Wenn man nun aber von "Medienpädagogik UND Mediendidaktik" spricht, dann setzt das implizit Medienerziehung und Medienpädagogik gleich. Und damit wird dann wiederum Mediendidaktik aus einer "eigentlichen" Medienpädagogik ausgegrenzt. Hier sollten wir m.E. sensibel sein. Bislang haben sich manche Mediendidaktiker tatsächlich aus dem Diskurs der "Medienpädagogik" nachvollziehbar ausgegrenzt gefühlt.

Wortklauberei! werden Manche gelangweilt ausrufen. Nein, die Wortwahl konstituiert hier Wissenschaft. Deswegen mein Votum:

Medienpädagogik = (Mediendidaktik + Medienerziehung)

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