Gestern hatte ich die Gelegenheit, auf Einladung der Osteology Foundation an einem internationalen Experten-Hearing zum E-Learning in der Zahnmedizin in Zürich vorzutragen. Die grundlegenden Fragen, Befürchtungen und Hoffnungen zu "Educational Technology" ähneln sich zwischen den Fachdisziplinen. Eine Besonderheit ist allerdings der starke "Trainingsanteil" in der Zahnmedizin und die Bedeutung psychomotorischer Kompetenzen in der Zahnbehandlung. Interessant fand ich, einen Einblick in "haptisches Lernen" zu erhalten. Patricia Reynolds vom Kings College stellte Haptic Technology Enhanced Learning in der Zahnmedizin vor.
Neu war mir, wie weit entsprechende Lernverfahren bereits ausgearbeitet sind. Man ist weit über reine Prototpyen hinaus. Die Rechnung ist ganz einfach: Da ein einzelner Plastikzahn - für Trainingszwecke - ca. 25 Euro kostet, lohnen sich entsprechende Trainingssysteme leicht. Hinzu kommt, dass für das Üben komplexerer Operationen gar nicht genügend "Trainings"-Patienten in Uniklinkien bereit stehen. Ein faszinideres Feld, vielleicht werden wir uns künftig intensiver mit der Ausbildung in der Zahnmedizin beschäftigen können. Noch eine Beobachtung (Eigenart der Zahnmedizin?): Das halbe Auditorium erschien mit MacBooks und iPhones :-)



1 Kommentare:
Hallo Herr Kerres,
es freut mich dass das Experten Meeting der Osteology Foundation für Sie ebenso spannend war wie Ihr Expertenvortrag für die anwesenden Professoren.
Wir hoffen diese interdisziplinäre Zusammenarbeit weiter auszubauen, um so in Zukunft die Möglichkeiten der Mediendidaktik zu nutzen.
Herzliche Grüsse aus der Schweiz,
Kay Horsch
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