21. März 2010

Duisburg Learning Lab auf der didacta

Die "didacta" zieht tausende Menschen an, ein großer Teil davon Lehrer/innen. Ich kenne keine Messe, auf der soviele Besucher mit groß dimensionierten "Rollkoffern" unterwegs sind, ich vermute entweder zur Mitnahme von Verpflegung (wg. der hohen Essenspreise auf der Messe) oder aber zum Abtransport von Jagdtrophäen

Das Duisburg Learning Lab hatte einen eigenen Stand im E-Learning Bereich in Halle 10. Tatsächlich war der Bereich etwas abseits gelegen und es war dort - wie von Anderen bereits beschrieben (s. Gabi Reinmann, Joachim Wedekind) - "wenig los". Doch für uns als Standbetreiber ist die Bilanz positiv: Wir konnten eine ganze Reihe von Interessenten für das Master-Programm Educational Media gewinnen und über unsere Dienstleistungen im Bereich E-Learning Konzeption und Evalution informieren.

Auf der parallelen Tagung "E-Learning Professional" - organisiert von den erfahrenen und früheren Learntec-Managern Beck und Sommer - hielt ich eine Keynote zu Web 2.0 und den Perspektiven des Lernens im Internet. Es fanden sich ca. 200 Personen ein, auch das würde ich - anders als andere - durchaus als "guten Besuch" werten.

Unsere Studienführer zu Educational Media wären uns beinahe ausgegangen. Aber wir wussten schon: Die Besucher der Didacta lieben Print. Notfalls sogar Printmedien zu einem Online-Studiengang :-)

1. März 2010

Und täglich grüßt das Murmeltier

Es war zu erwarten: iPad Revolutionizes Online Continuing Education . Wie langweilig: Die Geräte erneuern sich, die Revolutionsrethorik bleibt. Täusche ich mich, oder werden Hyphe-Zyklen immer kürzer, (fast) zu kurz für wissenschaftliche "Produktionszyklen"? Wer will noch über Forschung zu Podcasts lesen, wo doch die Öffentlichkeit "angesichts der Popularität des iPad" (Textzitat!) (ähm, das Gerät ist noch gar nicht erhältlich...) gierig auf Aussagen zu Vorteilen des neuen Tablets wartet.

Der Mediendidaktik bleibt, solche Entwicklungen eher aus einer Meta-Perspektive zu kommentieren und auf die mittlerweile existierenden "Grundkonstanten" des "Lernen mit Medien" zu verweisen: Auf die stets wieder kehrenden Hyphe-Zyklen, auf den Irrtum, Medien wären "als solches" bereits Lösungen für didaktische Probleme, auf die Notwendigkeit der "didaktischen Transformation" von Lernangeboten, auf die Notwendigkeit mediendidaktischer Analyse und Planung, die Wichtigkeit, personale Betreuung und mediale Angebote zu verzahnen ...

Immerhin liefert mir der Text eine schöne, mögliche :-) Klausuraufgabe für das nächste Semester:

Frage: Warum könnte man die folgende Werbeaussage aus Sicht der Mediendidaktik als irreführend bezeichnen?

"This makes the iPad an out-of-the-box educational solution for both end users and content providers."