27. Juli 2010

Party over.

Letzte Woche Party auf der Autobahn. Und jetzt, die Stimmung ist verflogen, nach den Ereignissen rund um die sog. Loveparade. Einen Kilometer etwa entfernt von unseren Büros in Duisburg fand das Unglück statt. Es ist schon so viel dazu gesagt worden. Es bleibt furchtbar für die Familien und Freunde, für die ganze Stadt.


23. Juli 2010

LearningLab: Live und Lebendig

Das Ende des Semesters naht. Hochbetrieb am Duisburg Learning Lab. Neben mehreren Projekt-Workshops mit externen Partnern fanden der Abschlusskongress des ersten Schülerkollegs und der Open EDAY mit jeweils über 100 Personen am Duisburg Learning Lab statt. Und weitere 100 Absolvent/innen des Online-Master Educational Media und Studierende des Bachelor-Abschlussjahrgangs präsentierten ihre Medienprojekte.

Ein wenig erschlagen fühle ich mich, bei den vielen Projektaktivitäten und -planungen. Und zugleich glücklich, über so viel lebendige Diskussionen und Begegnungen am Duisburg Learning Lab. Jetzt nähern sich die Ferien und die Steiermark ruft!




Bilder: Klaus Schwarten

22. Juli 2010

Lenzen traut sich

Prof. Lenzen, der neue Präsident der Uni Hamburg, sagt im Hamburger Abendblatt, was Manche denken, aber vermutlich nur Wenige so deutlich formulieren würden:

Die Einführung von sogenannten Career Services, Mentoring-Programmen und einem Qualitätsmanagement sei in einer Bildungseinrichtung „völlig überflüssig“, sagte der Präsident der Hamburger Universität weiter. „Gebildete Menschen brauchen weder sozialpädagogische Betreuung noch brauchen sie Coaches und Ratschläge … und schon gar nicht brauchen sie ein Qualitätsmanagementsystem.“ In einer Bildungseinrichtung sei Qualität eine Frage der Ehre und nicht des Managements.

Da darf man auf die Entwicklung in Hamburg gespannt sein :-)

18. Juli 2010

A40: Die Inszenierung

Autobahn A40: Symbol für das Ruhrgebiet, das durch eine Strasse, und nicht viel mehr, verbunden ist. Heute, am Sonntag, ist die Lebensader des Ruhrgebietes gesperrt für Autos und die "normalen" Menschen im Ruhrgebiet inszenieren im Rahmen der "Kulturhauptstadt" jenes kollektive Schauspiel , das sie so gut beherrschen: "Stau auf der A40". Das geht mit Autos, aber wir können es auch mit Fahrrädern und zu Fuß aufführen, wenn wir nur genügend Millionen Menschen mobilisieren. Und auch hier kann das Ruhrgebiet punkten: An solchen Ereignissen spürt man die Kraft des Ruhrgebiets, wenn Menschen sich mobilisieren und ihre Strasse erobern. Und die Menschen schaffen, ihre Autobahn als Kulisse für ein lebendiges Fest der Begegnung zu interpretieren. Ich bin begeistert, und schon heute steht fest: Der Höhepunkt der Festivitäten zur "Kulturhauptstadt" - zumindest für die Menschen hier - war das "Stillleben" auf der #A40.

16. Juli 2010

social tools @ DelFI

Im September kommt DeLFI nach Duisburg: Die Tagung der Fachgruppe E-Learning der Gesellschaft für Informatik. Die wichtigsten beiden Meilensteine dazu sind vor den Sommerferien fertig geworden: Das Programm steht und der Tagungsband geht - Dank Nadine Ojstersek und der maßgeblichen Unterstützung unserer stud. Mitarbeiter/innen - in Druck. Der Lehrstuhl hat zusätzlich zur Info-Website eine Community-Plattform aufgesetzt. Anders als z.B. Mixxt ist diese Plattform ganz speziell für Konferenzen entwickelt worden. Neben den üblichen Möglichkeiten von Sozialen Plattformen kann das Tagungsprogramm abgebildet werden und angemeldete User können sich ihren individuellen Fahrplan für die Tagung zusammenstellen und ausdrucken. Sie sehen dabei z.B., wer sich sonst auch für einen Vortrag oder einen Track interessiert und können in verschiedener Weise Kontakt aufnehmen. Auf oder nach der Tagung können über das 2.0 - Tool auch sehr gut Tweets, Fotos und Blogs zur Tagung verfolgt werden. Nach der Tagung können Präsentationen und Materialien verfügbar gemacht werden und für die Evaluation der Tagung können Beiträge bewertet werden und Rückmeldungen verfasst werden.

Auf der Tagung selbst wird noch ein weiteres Experiment zu Community-Tools zum Einsatz kommen: Im Vorfeld der Planung gab es viel Diskussion über Twitter und Twitterwalls auf Konferenzen. Gerade frisch waren internationale Tagungsberichte und eigene Erfahrungen zu Keynotes, wo auf parallel laufenden Twitterwalls "wenig konstruktive" Anmerkungen liefen. Zu bedenken ist auch, dass auf der gemeinsamen Tagung der DeLFI mit dem GI-Fachbereichs "Mensch und Computer" sowie den Usability-Professionals unter dem Label "Interaktive Kulturen" ca. 600 Personen aus unterschiedlichen Bereichen und unterschiedlichen Erfahrungshintergründen zu Web 2.0 zusammenkommen werden. In der AG Hoppe ("Collide") wurde deswegen ein stud. Praxisprojekt aufgesetzt, um eine Lösung zu entwickeln, mit der Tweets für eine Twitterwall auf Konferenzen gruppiert und moderiert werden können. Auf dem open eday hat die Gruppe um Sabrina Ziebart das Projekt vorgestellt. Es ist schon sehr ausgereift und ich denke, es wird bis zur Tagung im September fertig werden. Ich bin gespannt, ob und wie die Community- Plattform einerseits und das neue Tool für Twitterwalls ankommen und genutzt werden. Hier geht es übrigens zur Anmeldung :-)

12. Juli 2010

Mobiles Lernen am DLL

Viele bisherige Lösungen für "mobile learning" haben mich wenig überzeugt. Zum einen waren die technischen Begrenzungen einfach zu groß: Auf einem winzigen Handy-Display sind die Darstellungsmöglichkeiten extrem beschränkt. Laptops scheiterten an der geringen Dauer der Akku-Ladung. Und folglich wirkten auch die mediendidaktischen Ansätze des mobile learning wenig organisch in die Lebens- und Arbeitssituation von Lernenden eingebunden.
Ich meine, man kann behaupten, dass sich dies (erst) seit kurzem insbesondere durch folgende technischen Entwicklungen geändert hat:
- In der Kategorie der Netbooks sind Geräte verfügbar, deren Akku lange genug hät, dass sie für den Einsatz in Schule bzw. Hochschule taugen.
- In der Kategorie der Tablets sind Geräte verfügbar, die Menschen aufgrund Größe und Gewicht in ihrem Alltag überallhin begleiten.
- In der Kategorie der Smartphones sind Geräte verfügbar, deren Interface so gestaltet ist, dass mit ihnen tatsächlich (angepasste) Webseiten mit Informationen oder Anwendungen einfach genutzt werden können.

Apple hat in allen Kategorien Maßstäbe gesetzt, aber Apple ist nicht ohne Konkurrenz unterwegs. Für die Entwicklung von Lern- Applikationen wird interessant, wie Lösungen anzulegen sind, die möglichst plattformübergreifend laufen. Am Duisburg Learning Lab konnten wir jedenfalls für die Entwicklung und Erprobung von mobile learning-Szenarien in entsprechende Geräte von Apple, aber auch Dell investieren. Dell lieferte deutlich schneller, aber die Apple-Lieferung löste deutlich mehr Begeisterung am Duisburg Learning Lab aus :-)

7. Juli 2010

Moving Day

Die learninglab GmbH - der Spin-Off aus dem Duisburg Learning Lab - ist nach 1,5 Jahren im Tectrum ("Technologiezentrum für Duisburg") in ein neues Gebäude gezogen. Das Tectrum hat der GmbH einen einen guten Start geboten, doch nun war es Zeit, sich zu vergrößern. Gemeinsam mit den Rheinschafen , einer Web-Agentur, konnte das Gebäude an der Wintgensstrasse in Duisburg nach Umbauten pünktlich bezogen werden.

Von hier aus werden die Kunden der GmbH im Bereich E-Learning betreut: von der Beratung und Konzeption über die Entwicklung und Programmierung von Lösungen (insbesondere mit Drupal) bis hin zur Einführung und Schulung. Ein Meilenstein in der kurzen - und erfolgreichen - Geschichte der GmbH .. und bis zur Uni ist es auch
nicht weit. Viel Erfolg!







Neue Anschrift:
learninglab gmbh
Wintgensstr. 85-87
47058 Duisburg
Tel.: (0203) 878 3998 0



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2. Juli 2010

ein Garten für Drupal

DrupalGarden ist die definitive Umgebung, um Drupal 7 (kostenlos) zu testen. Mehr als das: Es lässt sich eine komplette Drupal- Anwendung mit angepasstem Theme "zusammenklicken", man kann sie dann auf dem Aquia- Server laufen lassen oder runterladen, um sie auf einem eigenen Server zu betreiben.



Dries Buytaert berichtet, dass in wenigen Wochen 10.000 Sites (in Worten: ZEHNTAUSEND) auf dem Aquia-Server realisiert wurden. In einer Stunde habe ich zu Testzwecken eine Beispiel - Website implementiert. Damit lässt sich die Grundstruktur einer Anwendung gut spezifizieren. Für unsere Projekte nutzen wir jedoch Drupal vor allem als Entwicklungsumgebung, d.h. aufbauend auf dieser Grundstruktur lässt sich die Anwendung sehr effizient entwickeln. Unser Spin-Off, die LearninagLab GmbH, hat spezielle Expertise aufgebaut, um entsprechende Anwendungen auf der Basis des Dupal-Frameworks zu entwickeln.

Man kann schon heute klar erkennen, dass und wie weit Drupal 7 fortgeschritten ist. Wie bei früheren Versionen, hängt jetzt von der Geschwindigkeit ab, mit der die Entwickler von einzelnen Modulen an die Anpassung gehen, ob und wie schnell Drupal 7 in der Breite nutzbar wird: Drupalgarden wird tausende Blumen zum Blühen bringen!

1. Juli 2010

Online-Campus goes Drupal

Endlich - in dieser Woche hat die Entwicklung einer neuen Lernplattform für unsere E-Learning Studienangebote am Duisburg Learning Lab gestartet. Seit langem ist uns klar, dass wir unseren Online- Studierenden ein besseres Angebot machen wollen bzw. müssen. 2002/03 haben wir auf der Basis von ASP und .NET den Online-Campus entwickelt, auf dem etwa das Studienprogramm Educational Media läuft. Es organisiert das Lernen in Matrikeln, als Studierende, die gemeinsam ein bestimmtes Programm mit einer definierten Folge von Kursen "durchlaufen".

Nun steht ein konzeptueller Wandel an: Wir wollen das Studienprogramm inhaltlich erweitern, die Kurse freier - auch in der Abfolge - kombinierbar machen und vor allem auch einzeln belegbar machen. Das hat zur Folge, dass hier (wie auch bei typischen LMS) der Kurs im Vordergrund steht und nicht das Matrikel.

Zugleich hat sich in den letzten fünf Jahren, in denen am Duisburg Learning Lab mit DRUPAL in diversen Projekten gearbeitet wird, unsere Erfahrung und Kompetenz in Sachen Drupal deutlich erhöht. Drupal sehen wir hier weniger als CMS, sondern als spezifisches PHP-Framework; als eine leistungsfähige Entwicklungsumgebung für soziale Anwendungen. Aktuell schreiben wir fleißig User Stories für Spezifikationen in der "agilen" Software-Entwicklung.

Im nächsten Schritt ist die Zielplattform genauer zu definieren. Es scheint mir der richtige Zeitpunkt, um die Entwicklung des neuen Online-Campus auf Drupal 7 zu basieren, das RSN als Beta verfügbar sein wird (s.a. Infos zu Ver.7). Am wichtigsten wird das Modul Group (früher OG) sein, da wir einen Kurs als "Group" anlegen wollen: Wir sehen die Lernumgebung als einen sozialen Raum, in dem Akteure mit Artefakten in unterschiedlichen Rollenzuweisungen arbeiten. Zugleich werden einige Prozesse zusätzliche Funktionalitäten benötigen, die in eigenen Modulen realisiert werden müssen (z.B. das Handling von Assignments). Ich möchte auch ganz vorsichtig ankündigen, dass wir in Sachen SCORM 4 Drupal - resultierend aus einem anderen Projekt - unterwegs sind, und dies in OC_NG (Online-Campus Next_Generation) einfließen soll.

Ich überlege nun, wir sich die Kommunikation mit anderen Drupal-Entwicklern aus dem Bildungsbereich intensivieren lässt, um sich über diese Entwicklungen austauschen zu können. Jemand Interesse an einem Workshop nach dem Sommer am Duisburg Learning Lab?