26. August 2010

mehr zu: Postdoc am Duisburg Learning Lab

Zurück aus der Steiermark geht es gleich los: DIE ZEIT veröffentlicht heute unsere Anzeige mit der wir eine/n Postdoc für das Duisburg Learning Lab suchen. Bieten können wir eine fünfjährige Beschäftigung in einem, wie ich denke oder hoffe, attraktiven Umfeld: Da ist auf den ersten Blick die technisch/sächliche Ausstattung vor allem aber ein Team von ca. 20 Wissenschaftler/innen mit ganz unterschiedlichen fachlichen Hintergründen, die in einer Vielzahl von interesanten Projekten zusammenarbeiten.
Warum eine/n Postdoc? Nun, am Duisburg Learning Lab sind viele Diplomanden und Doktoranden tätig, die ich alleine nicht betreuen kann. Auch die Betreuung der vielen Projekte, teilweise mit einem Budget über 1 Mio Euro, beinhalten eine große Verantwortung und erfordern mehrjährige Erfahrung.
Es ist mir ein Anliegen, eine langfristige Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden am DLL zu aufzubauen, und einige der Mitarbeitenden sind seit Einrichtung des Lehrstuhls 2001 und länger dabei. Doch zugleich freut es mich und ist es eine gute Perspektive, dass mehrere Postdocs vom DLL bereits auf Lehrstühle im In- und Ausland berufen worden sind (wie jetzt Jörg Stratmann) bzw. (wie jetzt: Annabell Preussler) mit Lehrstuhlvertretungen betreut werden.
Warum mobiles Lernen? Am DLL haben wir 2003-2007 auf diesem Gebiet mit dem Projekt E-Campus bereits ein größeres Vorhaben im Hochschulsektor realisiert. Doch mit den neuen mobilen Endgeräten/Smartphones ergeben sich wesentliche neue Chancen, die ich gerne stärker untersuchen möchte.
Werden "tatsächlich" externe Bewerber/innen gesucht? Mir ist die Vielfalt der Kompetenzen und Erfahrungshintergründe der Mitarbeitenden am DLL sehr wichtig. Etwa die Hälfte der MA sind Absolvent/innen aus "eigenen" Studiengängen (Diplom / B.A. / B.Sc. / M.A. / M.Sc.) in Duisburg / Essen. Die andere Hälfte bringt weitere Kompetenzen "von Außen" ein. Unsere Mitarbeiter/innen sind fast genau zur Hälfte männlich und weiblich. Wir sprechen überwiegend deutsch :-) , aber beschäftigen auch Absolvent/innen aus den USA und GB und easily switch to English if necessary.
Wir sind also ganz offen: Sie sollten einfach kompetent sein. Ich freue mich auf IHRE Bewerbung (vielleicht helfen noch diese Hinweise).

27. Juli 2010

Party over.

Letzte Woche Party auf der Autobahn. Und jetzt, die Stimmung ist verflogen, nach den Ereignissen rund um die sog. Loveparade. Einen Kilometer etwa entfernt von unseren Büros in Duisburg fand das Unglück statt. Es ist schon so viel dazu gesagt worden. Es bleibt furchtbar für die Familien und Freunde, für die ganze Stadt.


23. Juli 2010

LearningLab: Live und Lebendig

Das Ende des Semesters naht. Hochbetrieb am Duisburg Learning Lab. Neben mehreren Projekt-Workshops mit externen Partnern fanden der Abschlusskongress des ersten Schülerkollegs und der Open EDAY mit jeweils über 100 Personen am Duisburg Learning Lab statt. Und weitere 100 Absolvent/innen des Online-Master Educational Media und Studierende des Bachelor-Abschlussjahrgangs präsentierten ihre Medienprojekte.

Ein wenig erschlagen fühle ich mich, bei den vielen Projektaktivitäten und -planungen. Und zugleich glücklich, über so viel lebendige Diskussionen und Begegnungen am Duisburg Learning Lab. Jetzt nähern sich die Ferien und die Steiermark ruft!




Bilder: Klaus Schwarten

22. Juli 2010

Lenzen traut sich

Prof. Lenzen, der neue Präsident der Uni Hamburg, sagt im Hamburger Abendblatt, was Manche denken, aber vermutlich nur Wenige so deutlich formulieren würden:

Die Einführung von sogenannten Career Services, Mentoring-Programmen und einem Qualitätsmanagement sei in einer Bildungseinrichtung „völlig überflüssig“, sagte der Präsident der Hamburger Universität weiter. „Gebildete Menschen brauchen weder sozialpädagogische Betreuung noch brauchen sie Coaches und Ratschläge … und schon gar nicht brauchen sie ein Qualitätsmanagementsystem.“ In einer Bildungseinrichtung sei Qualität eine Frage der Ehre und nicht des Managements.

Da darf man auf die Entwicklung in Hamburg gespannt sein :-)

18. Juli 2010

A40: Die Inszenierung

Autobahn A40: Symbol für das Ruhrgebiet, das durch eine Strasse, und nicht viel mehr, verbunden ist. Heute, am Sonntag, ist die Lebensader des Ruhrgebietes gesperrt für Autos und die "normalen" Menschen im Ruhrgebiet inszenieren im Rahmen der "Kulturhauptstadt" jenes kollektive Schauspiel , das sie so gut beherrschen: "Stau auf der A40". Das geht mit Autos, aber wir können es auch mit Fahrrädern und zu Fuß aufführen, wenn wir nur genügend Millionen Menschen mobilisieren. Und auch hier kann das Ruhrgebiet punkten: An solchen Ereignissen spürt man die Kraft des Ruhrgebiets, wenn Menschen sich mobilisieren und ihre Strasse erobern. Und die Menschen schaffen, ihre Autobahn als Kulisse für ein lebendiges Fest der Begegnung zu interpretieren. Ich bin begeistert, und schon heute steht fest: Der Höhepunkt der Festivitäten zur "Kulturhauptstadt" - zumindest für die Menschen hier - war das "Stillleben" auf der #A40.

16. Juli 2010

social tools @ DelFI

Im September kommt DeLFI nach Duisburg: Die Tagung der Fachgruppe E-Learning der Gesellschaft für Informatik. Die wichtigsten beiden Meilensteine dazu sind vor den Sommerferien fertig geworden: Das Programm steht und der Tagungsband geht - Dank Nadine Ojstersek und der maßgeblichen Unterstützung unserer stud. Mitarbeiter/innen - in Druck. Der Lehrstuhl hat zusätzlich zur Info-Website eine Community-Plattform aufgesetzt. Anders als z.B. Mixxt ist diese Plattform ganz speziell für Konferenzen entwickelt worden. Neben den üblichen Möglichkeiten von Sozialen Plattformen kann das Tagungsprogramm abgebildet werden und angemeldete User können sich ihren individuellen Fahrplan für die Tagung zusammenstellen und ausdrucken. Sie sehen dabei z.B., wer sich sonst auch für einen Vortrag oder einen Track interessiert und können in verschiedener Weise Kontakt aufnehmen. Auf oder nach der Tagung können über das 2.0 - Tool auch sehr gut Tweets, Fotos und Blogs zur Tagung verfolgt werden. Nach der Tagung können Präsentationen und Materialien verfügbar gemacht werden und für die Evaluation der Tagung können Beiträge bewertet werden und Rückmeldungen verfasst werden.

Auf der Tagung selbst wird noch ein weiteres Experiment zu Community-Tools zum Einsatz kommen: Im Vorfeld der Planung gab es viel Diskussion über Twitter und Twitterwalls auf Konferenzen. Gerade frisch waren internationale Tagungsberichte und eigene Erfahrungen zu Keynotes, wo auf parallel laufenden Twitterwalls "wenig konstruktive" Anmerkungen liefen. Zu bedenken ist auch, dass auf der gemeinsamen Tagung der DeLFI mit dem GI-Fachbereichs "Mensch und Computer" sowie den Usability-Professionals unter dem Label "Interaktive Kulturen" ca. 600 Personen aus unterschiedlichen Bereichen und unterschiedlichen Erfahrungshintergründen zu Web 2.0 zusammenkommen werden. In der AG Hoppe ("Collide") wurde deswegen ein stud. Praxisprojekt aufgesetzt, um eine Lösung zu entwickeln, mit der Tweets für eine Twitterwall auf Konferenzen gruppiert und moderiert werden können. Auf dem open eday hat die Gruppe um Sabrina Ziebart das Projekt vorgestellt. Es ist schon sehr ausgereift und ich denke, es wird bis zur Tagung im September fertig werden. Ich bin gespannt, ob und wie die Community- Plattform einerseits und das neue Tool für Twitterwalls ankommen und genutzt werden. Hier geht es übrigens zur Anmeldung :-)

12. Juli 2010

Mobiles Lernen am DLL

Viele bisherige Lösungen für "mobile learning" haben mich wenig überzeugt. Zum einen waren die technischen Begrenzungen einfach zu groß: Auf einem winzigen Handy-Display sind die Darstellungsmöglichkeiten extrem beschränkt. Laptops scheiterten an der geringen Dauer der Akku-Ladung. Und folglich wirkten auch die mediendidaktischen Ansätze des mobile learning wenig organisch in die Lebens- und Arbeitssituation von Lernenden eingebunden.
Ich meine, man kann behaupten, dass sich dies (erst) seit kurzem insbesondere durch folgende technischen Entwicklungen geändert hat:
- In der Kategorie der Netbooks sind Geräte verfügbar, deren Akku lange genug hät, dass sie für den Einsatz in Schule bzw. Hochschule taugen.
- In der Kategorie der Tablets sind Geräte verfügbar, die Menschen aufgrund Größe und Gewicht in ihrem Alltag überallhin begleiten.
- In der Kategorie der Smartphones sind Geräte verfügbar, deren Interface so gestaltet ist, dass mit ihnen tatsächlich (angepasste) Webseiten mit Informationen oder Anwendungen einfach genutzt werden können.

Apple hat in allen Kategorien Maßstäbe gesetzt, aber Apple ist nicht ohne Konkurrenz unterwegs. Für die Entwicklung von Lern- Applikationen wird interessant, wie Lösungen anzulegen sind, die möglichst plattformübergreifend laufen. Am Duisburg Learning Lab konnten wir jedenfalls für die Entwicklung und Erprobung von mobile learning-Szenarien in entsprechende Geräte von Apple, aber auch Dell investieren. Dell lieferte deutlich schneller, aber die Apple-Lieferung löste deutlich mehr Begeisterung am Duisburg Learning Lab aus :-)