5. Februar 2014

Zeit für Evaluation

Die Vorlesungszeit neigt sich dem Ende zu und das "Evaluationsritual" beginnt. Zuerst bewerten die Studis den Prof, danach der Prof die Studis. Die Ergebnisse der Einschätzung der Vorlesung "Lernen mit Medien" im Bachelor aus Sicht der Studierenden finden sich hier.

Die Studierenden erhalten etwa in der 10. Woche des Semesters  vorbereitete Fragebögen in der Vorlesung. Die Auswertung findet zentral mit EvaSys statt und innerhalb weniger Tage erhalten alle Dozierenden der Universität die Ergebnisse per Email. Eingeführt haben wir dieses hochschulweite (!) Verfahren mit dem Beschluss einer Evaluationsordnung im Jahr 2007 im Senat. Wichtig ist dabei zu überlegen, wie oft und in welchen Abständen welche Veranstaltungen befragt werden, damit das Verfahren nicht abnutzt.

Immer wieder wird das Verfahren von Studierenden wie Lehrenden infrage gestellt. Ich finde die Information, gerade in den Details, jedoch durchaus hilfreich und das Procedere stellt m.E. einfach einen "Standard" dar, wie in der Bildungsarbeit überall eingesetzt wird. Und nur böse Zungen behaupten, ich fände das Verfahren alleine deswegen gut, weil ich gute Noten erhalte. (Danke übrigens dafür!).

23. Januar 2014

Was war nochmal ein MOOC?

Die Machbarkeits-Studie von Krüger, Kösling & Krekeler (2013) geht der Frage nach, wie MOOCs im Kontext der "Offenen Hochschule Niedersachsen (OHN)" umgesetzt werden könnten. Die meisten bisherigen MOOC-Initiativen beziehen sich entweder auf Einzelpersonen bzw. -Veranstaltungen oder setzen neue Kurse / Plattformen, jenseits vorhandener Aktivitäten, auf. Doch (wie) lassen sich vorliegende Angebote / Studienprogramme in Richtung MOOC bewegen?  Die Studie zeigt, wie komplex sich die Anforderungen hier darstellen. Ich möchte weitere Aspekte anmerken, die die Diskussion nicht einfacher machen:

- Inwieweit ist Auftrag von Hochschule, "die Öffentlichkeit" zu lehren? Die Haushaltsmittel erhält die Hochschule für ihre Studierende und Studienprogramme. Ein allgemeiner gesellschaftliucher Bildungsauftrag - zwar wünschenswert (!) - ist daraus z.Zt. nicht zu begründen.

- Inwieweit wünschen die Teilnehmenden in Online-Kursen tatsächlich "Öffnung" und "Öffentlichkeit"? Lernen bedeutet (auch) Fehler machen und aus Fehlern lernen. Müssen diese "öffentlich" sichtbar und dokumentiert sein? Ich würde annehmen, die Studierenden in unseren Online-Studienprogrammen würden eine solche Öffentlichkeit nicht unbedingt wünschen.

In jedem Fall erstaunlich, welche Kapriolen die Diskussion über MOOCs gerade schlägt: Der Chronicle of Higher Education meldet den Start eines M.Sc. in Computer Science der Georgia Tech University: im "MOOC-Delivery Format". Doch dann kann ich es kaum glauben: Für die Anmeldung zu diesem MOOC muss ein Bachelor nachgewiesen werden, jeder Credit wird - gegen USD - einzeln abgerechnet, und die Zahl der Plätze ist begrenzt. Was war nochmal ein MOOC?




9. Januar 2014

Treffer: Studienberatung per Online-Test

Das Studienangebot in Deutschland wird immer unübersichtlicher. Gut, dass es jetzt einen Online-Test zu Studieninteressen gibt! Er basiert auf dem gut ausgearbeiteten Modell von John Holland, der berufliche Tätigkeiten auf sechs zugrunde liegende Dimensionen zurückführt. Und: Was empfiehlt das System mir (ok, beim Alter habe ich geschummelt)?





Natürlich: Den Online-Master "Educational Media" - den Studiengang, den ich mir selbst ausgedacht habe :-) Gutes System. Übrigens: Bewerbungsschluss für den nächsten Durchgang ist der 31. Januar! Ich freue mich auf Ihre Bewerbung!